Hoch hinaus in die Lüfte auf dem Rücken des Nachttiers oder doch lieber Verstecken spielen im Dickicht des Urwalds? Die Freiheit der Nacht, die Freiheit des Spiels, die Freiheit der Fantasie und anderer Welten: In all diesen Facetten begegnet uns das in den Bilderbüchern des Kieler Illustrators und Autors Jens Rassmus. Diese Vielschichtigkeit zeigt sich nicht nur im Inhalt, sondern auch in der künstlerischen und narrativen Ausgestaltung seiner Werke. Mal erzählt Rassmus ganz ohne Worte, allein durch die Kraft seiner Bilder, mal verleiht er seinen Figuren in rhythmischen Reimen eine Stimme. Zwischen Weite und Begrenzung, Stille und Aufbruch, Spiel und Sehnsucht entfaltet sich ein Raum voller Möglichkeiten, in dem Bild und Sprache miteinander in Dialog treten. Gemeinsam erkunden wir die Erzählwelten ausgewählter Bilderbücher des Künstlers, denn in seinen Werken wird Freiheit sichtbar als die Möglichkeit, zu träumen, in andere Welten einzutauchen oder einfach still zu verweilen. Ein anschließendes Gespräch mit dem Künstler eröffnet Einblicke in seine Arbeitsweise und die Quellen seiner Inspiration.
Jens Rassmus ist Zeichner, Illustrator und Autor. Geboren und aufgewachsen in Kiel, studierte er von 1992 bis 1998 Illustration an der Hochschule für angewandte Wissenschaften in Hamburg und am Duncan of Jordanstone College of Art in Dundee, Schottland. 1997 erschien mit Bauer Enno und seine Kuh Afrika sein erstes Kinderbuch. 2025 erhielt Rassmus den Jugendliteraturpreis in der Sparte Bilderbuch.
Begrüßung: Dr. Elisabeth Hollerweger, Bremer Institut für Bilderbuchforschung
Moderation: Linda Karpinski-Kröll & Kim Urban, Bremer Institut für Bilderbuchforschung
Eine Veranstaltung des Bremer Instituts für Bilderbuchforschung an der Universität Bremen in Kooperation mit der Rudolf-Alexander-Schröder-Stiftung.
Dienstag, 27. Januar 2026, 17.30 Uhr
Zentralbibliothek // Am Wall 201 // Wall-Saal
Eintritt frei