Verleihung des 67. Bremer Literaturpreises im Live-Stream – Marion Poschmann und Jana Volkmann ausgezeichnet

Bremen, 31. Mai 2021

Verleihung der Bremer Literaturpreises an drei Orten: Im Wall-Saal der Zentralbibliothek in Bremen: Bürgermeister Dr. Andreas Bovenschulte (Senator für Kultur), Barbara Lison (Geschäftsführerin der Rudolf-Alexander-Schröder-Stiftung), Michael Sieber (Vorsitzender der Rudolf-Alexander-Schröder Stiftung) und Dr. Lothar Müller, Mitglied der Jury des Bremer Literaturpreises.

Der Bremer Literaturpreis 2021 wurde am heutigen Montag (31. Mai 2021) im Rahmen eines Live-Streams an Marion Poschmann verliehen. Die Autorin erhielt die mit 25.000 Euro dotierte Auszeichnung für ihren 2020 im Suhrkamp Verlag erschienenen Gedichtband „Nimbus“. Jurymitglied Richard Kämmerlings beschrieb in seiner Laudatio die „spezielle Suchbewegung“ ihrer Verse und Erzählungen, „…die in geheimnisloser Ödnis, zwischen Plattenbauten und Parkplätzen, im unbeachteten Niemandsland der Zivilisation das Lebendige und Schöne entdeckt.“

Den von der ÖVB – Öffentliche Versicherung Bremen – finanzierten Förderpreis in Höhe von 6.000 Euro erhielt Jana Volkmann für ihren im Verbrecher Verlag erschienenen Roman „Auwald“. Dr. Daniela Strigl, Jurymitglied des Bremer Literaturpreises, schickte gleich zu Beginn ihrer Laudatio anerkennend voraus, dass „Wer den vielen Erzählungen über Aufbruch und Selbstfindung, über Katastrophe und Neubeginn, all den Dystopien, Robinsonaden und Roadtrip-Geschichten eine neue hinzufügt, der muss etwas zu sagen haben. Und er muss wissen, wie; muss über einen unverbrauchten Blick verfügen, eine Handschrift, einen eigenen Ton. Jana Volkmann hat es gewagt und gewonnen.“

In der Bremer Landesvertretung in Berlin: Die Preisträgerin Marion Poschmann und Jurymitglied Richard Kämmerlings (hier bei seiner Laudatio).

Bremens Bürgermeister, Kultursenator Dr. Andreas Bovenschulte, gratulierte Marion Poschmann und Jana Volkmann zu ihren Auszeichnungen. In seiner Eröffnungsrede hob er unter anderem hervor, „dass die Werke der beiden Preisträgerinnen, obwohl ihre preisgekrönten Bücher zu unterschiedlichen Gattungen gehören, ein thematischer Schwerpunkt eint: Hier wie da geht es um das komplexe Verhältnis von äußerer und innerer Natur. Ein immer und gerade immer noch sehr aktuelles Thema.“ Bürgermeister Bovenschulte bedankte sich bei der Rudolf-Alexander-Schröder-Stiftung und der Stadtbibliothek Bremen für die feierliche Vergabe des Literaturpreises in besonderer Zeit. Pandemie bedingt fand diese als Hybrid-Veranstaltung gleichzeitig an drei Orten statt: im Wall-Saal der der Stadtbibliothek Bremen, in der Bremer Landesvertretung in Berlin mit Marion Poschmann und ihrem Laudator Richard Kämmerlings sowie in Wien mit der Förderpreisträgerin Jana Volkmann und deren Laudatorin Dr. Daniela Strigl.

Aus Wien dazugeschaltet: Die Förderpreisträgerin Jana Volkmann und Dr. Daniela Strigl, Jurymitglied des Bremer Literaturpreises.

Die Preise überreichte der Vorsitzende der Rudolf-Alexander-Schröder-Stiftung, Staatssekretär a.D. Michael Sieber. Die Veranstaltung wurde musikalisch umrahmt von dem Bremer Pianisten Nicolai Thein.

Marion Poschmann, 1969 in Essen geboren, studierte Germanistik und Slawistik in Bonn und Berlin. An der Berliner Hochschule der Künste studierte sie Szenisches Schreiben. Heute lebt Marion Poschmann in Berlin. 2018 wurde sie ausgezeichnet mit dem Klopstock- Preis für ihren Roman Die Kieferninseln (2017), der auch auf den Shortlists sowohl für den Deutschen Buchpreis 2017 als auch in der englischen Fassung (The Pine Islands) für den Man Booker Prize 2019 stand.

Jana Volkmann, geboren 1983 in Kassel, studierte in Berlin Europäische Literaturen und arbeitet derzeit an einer Dissertation über Hotels in der Gegenwartsliteratur. Sie lebt als freie Autorin und Journalistin in Wien.

Die Aufzeichnung der Verleihung ist nach wie vor auf YouTube hier >>> verfügbar. Die Laudationes und die Dankesreden finden sie unter dem Menupunkt Presse >>.

 

 

67. Bremer Literaturpreis: Die Preisverleihung im Live-Stream am 31. Mai 2021 um 12.00 Uhr!

Marion Poschmann © Heike Steinweg

Presseinformation der Rudolf-Alexander-Schröder-Stiftung

Bremen, 11. Mai 2021

Der Bremer Literaturpreis wird am Montag, dem 31. Mai 2021, erstmalig in seiner Geschichte nicht im Bremer Rathaus, sondern virtuell verliehen. Die besondere Bedeutung und Rolle von Literatur auch in Zeiten der Corona-Pandemie hat die Rudolf-Alexander-Schröder-Stiftung dazu bewogen, die Preisverleihung einer größeren Öffentlichkeit über einen Livestream zugänglich zu machen. Wir laden Sie herzlich dazu ein, virtuell dabei zu sein!

Den mit 25.000 Euro dotierten Hauptpreis sprach die Jury der Rudolf-Alexander-Schröder-Stiftung der Autorin Marion Poschmann zu für ihren im Suhrkamp Verlag erschienenen Gedichtband „Nimbus“. Der Förderpreis in Höhe von 6.000 Euro – finanziert von der ÖVB – Öffentliche Versicherung Bremen – wurde Jana Volkmann für ihren im Verbrecher Verlag erschienenen Roman „Auwald“ zuerkannt.

Jana Volkmann © Manfred Poor

Die Preisverleihung beginnt mit der Begrüßung durch den Senator für Kultur, Bürgermeister Dr. Andreas Bovenschulte.
Anschließend werden die Preisträgerinnen live zugeschaltet: Marion Poschmann mit Laudator Richard Kämmerlings aus Berlin und Jana Volkmann mit Laudatorin Dr. Daniela Strigl aus Wien. Überreicht wird der Bremer Literaturpreis durch den Vorsitzenden der Rudolf-Alexander-Schröder-Stiftung, Staatssekretär a.D. Michael Sieber, der zusammen mit dem Jury-Mitglied Lothar Müller und der Geschäftsführerin Barbara Lison aus dem Wall-Saal der Zentralbibliothek in Bremen zugeschaltet sein wird. Die Veranstaltung wird musikalisch umrahmt von dem Bremer Pianisten Nicolai Thein.

Im Live-Stream auf https://youtu.be/0g8GvR4acHc zu erleben!

Mehr zum 67. Bremer Literaturpreis und den Preisträgerinnen finden sie >> hier.
 

Festakt zur Verleihung des 67. Bremer Literaturpreises 2021 am 18. Januar 2021 im Bremer Rathaus wird verschoben!

Presseinformation der Rudolf-Alexander-Schröder-Stiftung

Bremen, 12. Januar 2021

Der Bremer Senat und die Rudolf-Alexander-Schröder-Stiftung haben beschlossen, dass die für den 18.01.2021 geplante Verleihung des Hauptpreises an Marion Poschmann und des Förderpreises an Jana Volkmann verschoben wird. Ein angemessener Festakt in der historischen Atmosphäre der Oberen Rathaushalle, der allen Bremer Bürger*innen offensteht, die Preisträgerinnen adäquat ehrt und das hohe Ansehen des Bremer Literaturpreises repräsentiert, ist in Zeiten der aktuellen Corona-Pandemie nicht möglich.

Die Preisverleihung wird auf einen Termin verschoben, zu dem eine feierliche Veranstaltung wieder durchführbar ist. Die Öffentlichkeit wird darüber zeitnah informiert.

 

Der 67. Bremer Literaturpreis 2021 geht an Marion Poschmann, der Förderpreis geht an Jana Volkmann

Bremen, 14. November 2020

Marion Poschmann erhält den mit 25.000 € dotierten Bremer Literaturpreis 2021 für ihren im Suhrkamp Verlag erschienenen Gedichtband Nimbus.

Marion Poschmann © Heike Steinweg

Die Jurybegründung lautet:
„Der Gedichtband Nimbus überführt mit großem Formbewusstsein die Tradition der Naturlyrik in das Zeitalter von Klimawandel und Artensterben. Ihre Gedichte fügen Kindheitserinnerungen, präzise Gegenwartsbeobachtung und historische Wissensspeicher zu Naturbildern zusammen, die durch ihren Reichtum an Details bestechen.“

Marion Poschmann, 1969 in Essen geboren, studierte Germanistik und Slawistik in Bonn und Berlin. An der Berliner Hochschule der Künste studierte sie Szenisches Schreiben. Heute lebt Marion Poschmann in Berlin. 2018 wurde sie ausgezeichnet mit dem Klopstock- Preis für ihren Roman Die Kieferninseln (2017), der auch auf den Shortlists sowohl für den Deutschen Buchpreis 2017 als auch in der englischen Fassung (The Pine Islands) für den Man Booker Prize 2019 stand.

Der Förderpreis zum Bremer Literaturpreis ist mit 6.000 € dotiert. Im Jahr 2021 wird er der Autorin Jana Volkmann für ihren im Verbrecher Verlag erschienenen Roman Auwald verliehen. Der Förderpreis wird seit 2005 von der ÖVB – Öffentliche Versicherungen Bremen – finanziert

Jana Volkmann © Manfred Poor

Die Jury begründet die Vergabe:
„Der Roman Auwald demonstriert ihr beeindruckendes Talent für eine dichte Wahrnehmungsprosa und sie verwandelt auf originelle Weise ein Katastrophengeschehen in die Möglichkeit, sich einer privaten Krise zu stellen.“

Jana Volkmann, geboren 1983 in Kassel, studierte in Berlin Europäische Literaturen und arbeitet derzeit an einer Dissertation über Hotels in der Gegenwartsliteratur. Sie lebt als freie Autorin und Journalistin in Wien.

Die Jury zum Bremer Literaturpreis 2021 tagte unter dem Vorsitz von Dr. Lothar Müller (Süddeutsche Zeitung) mit den Mitgliedern:
Richard Kämmerlings (Die Welt), Barbara Lison (Stiftung Bremer Literaturpreis), Dr. Wiebke Porombka (Deutschlandradio Kultur), Michael Sieber (Stiftung Bremer Literaturpreis), Tonio Schachinger (Förderpreisträger 2020, Österreich), Dr. Daniela Strigl (Österreich), Dr. Stefan Zweifel (Schweiz).

Preisverleihung:
Es ist vorgesehen, die Preise am 18. Januar 2021, um 12.00 Uhr im Bremer Rathaus zu verleihen. Am Vorabend der Preisverleihung soll eine moderierte Lesung der beiden Preisträger um 18.00 Uhr in der Glocke stattfinden.

Der Bremer Literaturpreis ist einer der ältesten und bedeutendsten Literaturpreise der Bundesrepublik.     Er wurde erstmals 1954 vergeben. Zusätzlich wird ab 1977 ein Förderpreis verliehen, der seit 2005 von    der ÖVB – Öffentliche Versicherungen Bremen – finanziert wird.

 

Absage der Literarischen Woche Bremen 2021

Presseinformation der Rudolf-Alexander-Schröder-Stiftung

Bremen, 8. Oktober 2020

Die gesamtgesellschaftlichen Auswirkungen der Corona-Pandemie und die voraussichtliche Perspektive für die nächsten Monate haben zur Absage auch kultureller Veranstaltungen geführt. Auch der Vorstand der Rudolf-Alexander-Schröder-Stiftung hat keine optimistische Prognose über die Möglichkeit der Durchführung der Literarischen Woche Bremen 2021. Deshalb gibt die Rudolf- Alexander Schröder-Stiftung bekannt, dass im Jahr 2021 keine Literarische Woche mit ihren vielen unterschiedlichen Veranstaltungsformen stattfinden wird. Der Vorstand plant weiterhin die feierliche Verleihung des Bremer Literaturpreises am 18. Januar 2021 in der Oberen Rathaushalle und die Preisträgerlesung am 17. Januar 2021 in der Glocke. Natürlich wird die Durchführung auch dieser Veranstaltungen von den dann aktuellen Gegebenheiten abhängen.