bremer literaturpreis 2011

Abbildung: Friederike Mayröcker, Foto: Franz Johann Morgenbesser, Wien, Austria / CC BY-SA 2.0Preisträger: Friederike Mayröcker
für
ich bin in der Anstalt. Fusznoten zu einem nichtgeschriebenen Werk
Berlin: Suhrkamp Verlag, 2010, 190 Seiten

Aus der Jurybegründung:
»Der Bremer Literaturpreis 2011 geht an Friederike Mayröcker für ihr Buch ›ich bin in der Anstalt. Fusznoten zu einem nicht geschriebenen Werk‹, in dem die Sprache der Dichterin sich in Prosa verwandelt und ein Lebensjahr in allen seinen Facetten in sich aufnimmt: die Gedanken und Geräusche, die Toten und die Lebenden, die Bücher und die Bilder, die Traumreste und die Tabletten. Selten finden die Physiognomik des Alltags und die philosophisch inspirierte Reflexion so selbstverständlich zusammen wie in diesen Fragmenten.«

Friederike Mayröcker wurde 1924 in Wien geboren, wo sie auch heute lebt. Schon Ende der Dreißiger Jahre begann sie mit ersten literarischen Arbeiten. Seit 1956 arbeitet sie als freie Autorin und schreibt Gedichte, Prosa, dramatische Texte für Bühne und Hörfunk sowie Kinderbücher. Friederike Mayröcker wurde mit zahlreichen Literaturpreisen ausgezeichnet. Zuletzt erhielt die Büchner-Preisträgerin den Horst-Bienek-Preis für Lyrik der Bayerischen Akademie der Schönen Künste.

Dr. Lothar Müller: Laudatio auf Friederike Mayröcker  (50kB)
Dankesrede von Friederike Mayröcker (38kB)

 

Abbildung: Andrea Grill, © Victor Ströver / nordsignFörderpreis des Bremer Literaturpreises 2011: Andrea Grill
für
Das Schöne und das Notwendige. Roman
Salzburg / Wien:Otto Müller Verlag, 2010, 260 Seiten

Aus der Jurybegründung:
»Der Förderpreis geht an Andrea Grill für den Roman ›Das Schöne und das Notwendige‹. Mit großer Fabulierlust, koboldhaftem Witz und lexikalisch inspirierter Phantasie erzählt sie, haarscharf neben der Wirklichkeit, von dem, was man in Krisenzeiten am dringendsten braucht: eine tragende Geschäftsidee. Ein Schelmenroman über die Kunst, aus Dreck Gold zu machen.«

Andrea Grill, geboren 1975 in Bad Ischl, studierte Biologie und Sprachen in Salzburg, Thessaloniki und Tirana und lebte mehrere Jahre in Cagliari, Sardinien. Sie promovierte über die Evolution der Schmetterlinge Sardiniens und veröffentlichte anschließend in diversen Zeitungen und Zeitschriften. Dazu arbeitet sie als Übersetzerin aus dem Albanischen. Sie war Stipendiatin am Literarischen Colloquium Berlin und auf Schloss Wiepersdorf. Andrea Grill lebt in Salzburg, Amsterdam und Neuchatel.

Dr. Daniela Strigl: Laudatio auf Andrea Grill (56kB)
Dankesrede von Andrea Grill (44kB)