bremer literaturpreis 2010

Abbildung: Clemens J. Setz, © Victor Ströver / nordsignPreisträger: Clemens J. Setz
für
Die Frequenzen. Roman
St. Pölten: Residenz Verlag, 2009, 720 Seiten

Aus der Jurybegründung:
»Clemens J. Setz erhält den Bremer Literaturpreis für einen unerhörten Vater-Sohn-Roman, der sprachliche Könnerschaft mit Intelligenz und Leichtigkeit ausspielt. Mit anarchischer Phantasie unternimmt Setz eine schonungslos präzise Demontage des Familienromans. Zielsichere Komik und abgründige Metaphern verbinden sich zu einem sensorischen Wunderwerk, in dem sich eine neue Stimme von beängstigender Intensität und künstlerischer Autonomie eindrucksvoll manifestiert.«

Clemens J. Setz, 1982 in Graz geboren, studiert dort Mathematik und Germanistik. Er ist Obertonsänger, Übersetzer und Gründungs-mitglied der Literaturgruppe »Plattform«. Er veröffentlichte Gedichte und Erzählungen in Zeitschriften und Antho-logien, u. a. in »manuskripte«, »Lichtungen«, »Jahrbuch der Lyrik 2007« sowie im Rundfunk. 2007 erschien sein Romandebüt »Söhne und Planeten«. »Die Frequenzen« ist sein zweiter Roman. Clemens J. Setz lebt und arbeitet in Graz.

Mathias Gatza: Laudatio auf Clemens J. Setz (51kB)
Dankesrede von Clemens J. Setz (43kB)

 

Abbildung: Roman Graf, © Victor Ströver / nordsignFörderpreis des Bremer Literaturpreises 2010: Roman Graf
für
Herr Blanc. Roman
Zürich: Limmat Verlag, 2009, 220 Seiten

Aus der Jurybegründung:
»Roman Graf erhält den Förderpreis zum Bremer Literaturpreis für seinen Erstlingsroman ›Herr Blanc‹, in dem er eine abgründig trostlose Lebens- und Liebesgeschichte in radikaler Konsequenz aus dem inneren Gedankenstrom seiner Figur heraus erzählt. Roman Grafs aufreizend nüchterne Sprache schöpft die Komik aus dem schreienden Widerspruch zwischen Blancs überschießender Gedankenwelt und der Ereignislosigkeit seines Alltags.«

Roman Graf ist 1978 in Winterthur, Schweiz, geboren. Nach einer Lehre als Forstwart, längeren Aufenthalten in London und Grenoble sowie der Tätigkeit als Behindertenbetreuer studierte Publizistik an der Schule für Angewandte Linguistik in Zürich und absolvierte von 2003 bis 2007 das Deutsche Literaturinstitut in Leipzig. 2007 Artist in Residence in der Villa Decius, Krakau, sowie ein Aufenthaltstipendium im Edith-Stein-Haus in Breslau. Verschiedene Publikationen in Literaturzeitschriften und Anthologien. Roman Graf lebt als freier Autor in Leipzig und in Winterthur.

Dr. Roman Bucheli: Laudatio auf Roman Graf (46kB)
Dankesrede von Roman Graf (43kB)