bremer literaturpreis 2001

 

Preisträger: Alexander Kluge
für
Chronik der Gefühle. Roman
Frankfurt am Main: Suhrkamp Verlag, 2000

Aus der Jurybegründung:
»Die Auszeichnung gilt einem Schriftsteller, der in der Sammlung seiner veröffentlichten und seiner gedruckten Geschichten aus rund 40 Jahren mit untrüglichem Scharfsinn die Gegenwart mustert und geschichtliche Verläufe sondiert. In seiner zweibändigen ›Chronik der Gefühle‹ entfaltet er mit physiognomischer Blickgenauigkeit vor allem die Lebensläufe unbeachteter Menschen und entwirft eine Typologie sozialer Verhältnisse. Er entwickelt die absurde Dialektik von individuellem Eigensinn und historischem Zwangsgeschehen. Er verfolgt die Spannung zwischen persönlichem Glückanspruch und überpersönlichem Vernichtungswillen zurück bis zum geschichtlichen Horizont, findet für sie einen mythischen Rahmen.«


Alexander Kluge wurde am 14. Februar 1932 in Halberstadt geboren. Er studierte in Marburg und Frankfurt/Main Rechtswissenschaften, Geschichte und Kirchenmusik. Nach seiner Zulassung als Rechtsanwalt absolvierte er ein Volontariat bei dem Filmregisseur Fritz Lang und betätigte sich mit Erfolg als Filmemacher und literarischer Autor.

Wilfried F. Schoeller: Laudatio auf Alexander Kluge (45kB)
Dankrede von Alexander Kluge (45kB)

 

 

 

Abbildung: Raphael Urweider (2013), Foto: Harald Krichel, CC „Namensnennung – Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 nicht portiert“Förderpreis des Bremer Literaturpreises 2001: Raphael Urweider
für
Lichter in Menlo Park. Gedichte
Köln: DuMont Verlag, 2000

Aus der Jurybegründung:
»Raphael Urweider erhält den Förderpreis des Bremer Literaturpreises in Anerkennung für seinen Gedichtzyklus, der auf der Schwelle eines neuen Zeitalters sein Fernrohr zurück auf die alte Neuzeit richtet und besingt, was er dort in Spielzeuggröße liegen sieht: die Welt im Zeitalter der Entdeckungen und Erfindungen. ›Lichter in Menlo Park‹ ist das Werk eines träumenden Stubenhockers, der nicht die reale, sondern die in historischen Atlanten, wissenschaftlichen Lehrbüchern, Partituren und Fibeln dargestellte Welt studiert.«

 

Raphael Urweider wurde 1974 in Bern geboren, wo er auch lebt. Er studierte in Freiburg Germanistik und Philosophier, macht Theatermusik, tritt mit Rap- und HipHop-Projekten auf und beteiligt sich an Slam-Poetry-Veranstaltungen. 1999 wurde ihm der Leonce-und-Lena-Preis der Stadt Darmstadt zugesprochen.

Dr. Gudrun Boch: Laudatio auf Raphael Urweider (43kB)
Dankrede von Raphael Urweider (42kB)