Pressematerialien 2020

Pressemitteilung: Feierliche Verleihung des 66. Bremer Literaturpreises im Bremer Rathaus [PDF-Datei]

Laudatio auf Barbara Honigmann [PDF-Datei]

Dankrede von Barbara Honigmann [PDF-Datei]

Laudatio auf Tonio Schachinger [PDF-Datei]

Dankrede von Tonio Schachinger [PDF-Datei]

Foto: Vor der Preisverleihung im Bremer Rathaus: Tonio Schachinger (Förderpreisträger des Bremer Literaturpreises 2020), Bürgermeister Dr. Andreas Bovenschulte (Senator für Kultur), Barbara Honigmann (Preisträgerin des Bremer Literaturpreises 2020), Michael Sieber (Vorsitzender der Rudolf-Alexander-Schröder Stiftung), Barbara Lison (Geschäftsführerin der Rudolf-Alexander-Schröder-Stiftung). Foto: © Victor Ströver, nordsign, Bremen [jpg-Datei, 2500 × 1667 px, 23MB]

Das Foto ist für die Berichterstattung vom Bremer Literaturpreis 2020 bei Namensnennung des Fotografen nicht honorarpflichtig.

 

Feierliche Verleihung des 66. Bremer Literaturpreises im Bremer Rathaus – Barbara Honigmann und Tonio Schachinger ausgezeichnet

Bremen, 20. Januar 2020

Der Bremer Literaturpreis 2020 wurde am heutigen Montag im Rahmen eines Festaktes in der Oberen Rathaushalle an Barbara Honigmann verliehen. Die Autorin erhält die mit 25.000 Euro dotierte Auszeichnung für ihren 2019 im Hanser Verlag erschienenen Roman »Georg«. Jurymitglied Dr. Lothar Müller hob in seiner Laudatio an Honigmanns Roman besonders als positiv hervor, dass es kein Fazit, kein abschließendes Urteil der Tochter über das Leben ihres Vaters gibt. Stattdessen, so Müller, gibt es eine „Leerstelle“ der nicht geschriebenen Lebenserinnerungen ihres Vaters: „Es gilt manchen Lesern als Ärgernis, wenn eine Figur nicht auserzählt ist. Barbara Honigmann aber ist für die große Kunst zu loben, mit der sie in „Georg“ von ihrem Vater erzählt, ohne ihn auszuerzählen.“

Vor der Preisverleihung im Bremer Rathaus: Tonio Schachinger (Förderpreisträger des Bremer Literaturpreises 2020), Bürgermeister Dr. Andreas Bovenschulte (Senator für Kultur), Barbara Honigmann (Preisträgerin des Bremer Literaturpreises 2020), Michael Sieber (Vorsitzender der Rudolf-Alexander-Schröder Stiftung), Barbara Lison (Geschäftsführerin der Rudolf-Alexander-Schröder-Stiftung). Foto: © Victor Ströver, nordsign, Bremen

Den von der ÖVB – Öffentliche Versicherung Bremen – finanzierten Förderpreis in Höhe von 6.000 Euro erhielt Tonio Schachinger für seinen im Kremayr & Scheriau erschienenen Roman »Nicht wie ihr«.

Dr. Daniela Strigl, Jurymitglied des Bremer Literaturpreises, stellte gleich zu Beginn ihrer Laudatio für den Förderpreisträger fest: „Tonio Schachinger zu loben ist sehr schwer und sehr leicht. Sehr leicht, weil man aus seinem Debüt nur recht ausgiebig zitieren muss, damit es klug wird und lustig. Sehr schwer aus demselben Grund. Es ist dem Buch nichts hinzuzufügen. Die Latte liegt hoch und sie ist bereits erreicht.“

Bremens Bürgermeister, Kultursenator Dr. Andreas Bovenschulte, gratulierte Barbara Honigmann und Tonio Schachinger zu ihren Auszeichnungen. In seiner Rede würdigte er die Fantasie und Fabulierlust, die Neugier und das Erkenntnisinteresse als Antrieb großer Literatur. „Es ist die Empathie der Schriftstellerinnen und Schriftsteller, die uns anspricht, uns mitfühlen lässt, eine zutiefst menschliche Qualität, die die Verbindung zwischen Autor, Text und dem Leser und der Leserin herstellt. Im Buch spricht der Mensch zum Menschen, erst dieser Dialog macht das Werk lebendig“, sagte der Kultursenator, der sich bei der Rudolf-Alexander-Schröder-Stiftung und der Stadtbibliothek Bremen für die Vergabe des Literaturpreises und die Ausrichtung der Literarischen Woche bedankte.

Die Preise überreichte der Vorsitzende der Rudolf-Alexander-Schröder-Stiftung, Staatssekretär a.D. Michael Sieber. Die Veranstaltung wurde musikalisch umrahmt von Miles Perkin (Gesang & Bass). Der musikalische Beitrag wurde mit freundlicher Unterstützung der jazzahead! ermöglicht – jazzahead.de/de/

Barbara Honigmann wurde 1949 in Ost-Berlin geboren und lebt seit 1984 in Straßburg. Von 1967 bis 1972 studierte sie an der Humboldt-Universität Theaterwissenschaft. Honigmann arbeitete als Dramaturgin und Regisseurin. Seit 1975 ist sie freie Schriftstellerin. 1986 erschien ihr Debüt „Roman von einem Kinde“. Barbara Honigmann gilt als Dichterin des Autobiografischen und bekennt sich dazu:„Schreiben heißt ja wiederfinden. Die verlorene Zeit zum Beispiel oder sich selbst“.

Tonio Schachinger wurde 1992 in New Delhi geboren. Er wuchs in Nicaragua und Wien auf. Schachinger studierte Germanistik und Sprachkunst in Wien. „Nicht wie ihr“ ist sein Romandebüt.

 

 

Der Bremer Literaturpreis 2020 geht an Barbara Honigmann / Förderpreis für Tonio Schachinger

Bremen, 16. November 2019

Barbara Honigmann erhält den mit 25.000 Euro dotierten Bremer Literaturpreis 2020 für ihren im Hanser Verlag erschienenen Roman „Georg“.

Barbara Honigmann © Peter-Andreas Hassiepen

Barbara Honigmann © Peter-Andreas Hassiepen

Die Jury begründet die Vergabe:
„Das in poetischer Prosa gezeichnete Porträt eines Bonvivant, Kommunisten und deutschen Juden vergegenwärtigt die Geschichte des zwanzigsten Jahrhunderts, indem es in die Abgründe dieser Figur blickt. Es verbindet die Genauigkeit des Nahblicks auf die charakteristischen Details der Person mit hellwacher Aufmerksamkeit auf die bedrängenden Zeitumstände und deren Biografie.“

Barbara Honigmann wurde 1949 in Ost-Berlin geboren und lebt seit 1984 in Straßburg. Von 1967 bis 1972 studierte sie an der Humboldt-Universität Theaterwissenschaft. Honigmann arbeitete als Dramaturgin und Regisseurin.  Seit 1975 ist sie freie Schriftstellerin. 1986 erschien ihr Debüt „Roman von einem Kinde“. Barbara Honigmann gilt als Dichterin des Autobiografischen und bekennt sich dazu: „Schreiben heißt ja wiederfinden. Die verlorene Zeit zum Beispiel oder sich selbst“.

Den Förderpreis zum Bremer Literaturpreis 2020 erhält Tonio Schachinger für seinen im Kremayr & Scheriau Verlag erschienenen Roman „Nicht wie ihr“. Der Förderpreis in Höhe von 6.000 Euro wird seit 2005 von der ÖVB – Öffentliche Versicherung Bremen finanziert.

Tonio Schachinger © Detailsinn

Tonio Schachinger © Detailsinn

Die Jury begründet die Vergabe:
„Der Roman „Nicht wie ihr“ ist  viel mehr als ein milieugetreues Fußballbuch: Mit seinem Helden Ivo Trifunovic zeichnet der Autor das Bild eines Profikickers aus Wien, der mit Witz und kontrollierter Wut auf Zumutungen des Business, ethnische Vorurteile und eine vorgestanzte Sprache reagiert, ein Macho, haarsträubend und beinahe liebenswert.“

Tonio Schachinger wurde 1992 in New Delhi geboren. Er wuchs in Nicaragua und Wien auf. Schachinger studierte Germanistik und Sprachkunst in Wien. „Nicht wie ihr“ ist sein Romandebüt.

Die Jury zum Bremer Literaturpreis 2020 tagte unter dem Vorsitz von Dr. Lothar Müller (Süddeutsche Zeitung) mit den Mitgliedern:
Richard Kämmerlings (Die Welt), Barbara Lison (Stiftung Bremer Literaturpreis), Dr. Wiebke Porombka (Deutschlandradio Kultur), Michael Sieber (Stiftung Bremer Literaturpreis) Dr. Daniela Strigl (Österreich), Dr. Stefan Zweifel (Schweiz).

Preisverleihung:
Die Preise werden am 20. Januar 2020 um 12.00 Uhr im Bremer Rathaus verliehen. Am Vorabend der Preisverleihung findet eine moderierte Lesung der beiden Preisträger um 18.00 Uhr in der Glocke  statt.

Im Umfeld der Preisverleihung findet die 44. Literarische Woche Bremen statt. In diesem Jahr mit dem Thema „Liebe in unübersichtlichen Zeiten. Lebens- und Liebesstile im Sog der Veränderung“.

 

Lesung des Preisträgers des Bremer Literaturpreises 2019 Arno Geiger in der Vertretung der Freien Hansestadt Bremen bei der EU in Brüssel

Nach der Lesung in Brüssel: Der Preisträger Arno Geiger (3.v.l.), Staatsrätin für Wirtschaft, Arbeit und Europa Susanne Ahlers (4.v.l.), Barbara Lison (Geschäftsführerin der Rudolf-Alexander-Schröder Stiftung; 5.v.l.) und Andreas Platthaus, der das Gespräch mit Arno Geiger führte (6.v.l.)

Nach der Lesung in Brüssel: Der Preisträger Arno Geiger (3.v.l.), Staatsrätin für Wirtschaft, Arbeit und Europa Susanne Ahlers (4.v.l.), Barbara Lison (Geschäftsführerin der Rudolf-Alexander-Schröder Stiftung; 5.v.l.) und Andreas Platthaus, der das Gespräch mit Arno Geiger führte (6.v.l.)

Brüssel, 13. November 2019

Am 13. November 2019 las der österreichische Autor Arno Geiger – der Bremer Literaturpreisträger 2019 – in der Vertretung der Freien Hansestadt Bremen bei der EU in Brüssel aus seinem prämierten Roman „Unter der Drachenwand“. Die zahlreichen Gäste, die Rudolf-Alexander-Schröder-Stiftung und das Goethe-Institut Brüssel freuten sich über einen sehr gelungenen Abend.

 

 

 

 

Pressematerialien 2019

Pressemitteilung: Feierliche Verleihung des 65. Bremer Literaturpreises im Bremer Rathaus [MS-Word-Datei]

Laudatio auf Arno Geiger [PDF-Datei]

Dankrede von Arno Geiger [PDF-Datei]

Laudatio auf Heinz Helle [PDF-Datei]

Dankrede von Heinz Helle [PDF-Datei]

Foto: Vor der Preisverleihung: Michael Sieber (Vorsitzender der Rudolf-Alexander-Schröder Stiftung),  Heinz Helle (Förderpreisträger des Bremer Literaturpreises 2019), Arno Geiger (Preisträger des Bremer Literaturpreises 201)), Bürgermeister Dr. Carsten Sieling (Senator für Kultur). Foto: © Victor Ströver, nordsign, Bremen  [jpg-Datei, 2099 × 1399 px, 2MB]

Das Foto ist für die Berichterstattung vom Bremer Literaturpreis 2019 bei Namensnennung des Fotografen nicht honorarpflichtig.

 

Feierliche Verleihung des 65. Bremer Literaturpreises im Bremer Rathaus

Bremen, 28. Januar 2019

Der Bremer Literaturpreis 2019 wurde am heutigen Montag (28. Januar 2019) im Rahmen eines Festaktes in der Oberen Rathaushalle an Arno Geiger verliehen. Der Autor erhält die mit 25.000 Euro dotierte Auszeichnung für seinen 2018 im Hanser Verlag erschienenen Roman „Unter der Drachenwand“. Jurymitglied Dr. Daniela Strigl bewunderte in ihrer Laudatio an Geigers Roman „die Kunst der Komposition und Ökonomie, Geigers Versenkung in seine Figuren, sein sensibles Ohr für den ‚richtigen‘ Klang der einzelnen, für das Bröckeln einer unter dem Druck der Propaganda hohl gewordenen Sprache“.

Vor der Preisverleihung: Michael Sieber (Vorsitzender der Rudolf-Alexander-Schröder Stiftung), Heinz Helle (Förderpreisträger des Bremer Literaturpreises 2019), Arno Geiger (Preisträger des Bremer Literaturpreises 201)), Bürgermeister Dr. Carsten Sieling (Senator für Kultur). Foto: © Victor Ströver, nordsign, Bremen

Den von der ÖVB – Öffentliche Versicherung Bremen – finanzierten Förderpreis in Höhe von 6.000 Euro erhielt Heinz Helle für seinen im Suhrkamp erschienenen Roman „Die Überwindung der Schwerkraft“. Dr. Wiebke Porombka, Jurymitglied des Bremer Literaturpreises, sagte in ihrer Laudatio für den Förderpreisträger: „Auch wenn die Sätze kaum enden wollen, Heinz Helles Sprache ist das Gegenteil eines Verirrens. Ihr sanfter Rhythmus entsteht durch die Gleichzeitigkeit von Zögern und Präzision.“

Der Kultursenator, Bürgermeister Dr. Carsten Sieling, betonte in seinem Grußwort zur Verleihung des Bremer Literaturpreises, dass „Lesen weitaus mehr ist als eine Kulturtechnik, die uns zur Bewältigung des Alltags befähigt. Lesen können ist die Voraussetzung zum Wissenserwerb und zur Kommunikation. Die Lektüre von Literatur ermöglicht uns die Entdeckung anderer Lebensentwürfe und interessanter Schicksale. Bücher vermitteln uns Einsichten, die uns sonst verborgen bleiben würden“.

Die Preise überreichte der Vorsitzende der Rudolf-Alexander-Schröder-Stiftung, Staatssekretär a.D. Michael Sieber. Die Veranstaltung wurde musikalisch umrahmt von Håkon Kornstad (u.a. Saxophon). Der musikalische Beitrag wurde mit freundlicher Unterstützung der jazzahead! ermöglicht – jazzahead.de/de/

Arno Geiger wurde 1968 in Bregenz, Österreich, geboren. Er lebt seit 1993 als freier Schriftsteller in Wien. 1997 erschien sein Debütroman „Kleine Schule des Karussellfahrens“. Als Leitmotiv seines Kunst- und Lebensverständnisses formuliert Arno Geiger: „Kunst bewahrt den Menschen nicht vor dem Chaos, sondern vor der Ordnung. Kunst bewahrt das Individuum vor dem eindimensionalen Blick. Einzigartig ist der Mensch nicht auf einfache, sondern auf komplizierte Art.“

Heinz Helle, geboren 1978 in München, studierte Philosophie in München und New York und ist Absolvent des Schweizerischen Literaturinstituts. Er lebt heute in Zürich. Sein Romandebüt „Der beruhigende Klang von explodierendem Kerosin“ wurde von der Kritik durchweg positiv aufgenommen.

 

 

Der Bremer Literaturpreis 2019 geht an Arno Geiger / Förderpreis für Heinz Helle

Bremen, 17. November 2018

Arno Geiger erhält den mit 25.000 Euro dotierten Bremer Literaturpreis 2019 für seinen im Hanser Literaturverlag erschienenen Roman „Unter der Drachenwand“.

Arno Geiger, Foto: © Victor Ströver

Die Jury begründet die Vergabe:
„Arno Geiger erhält den Bremer Literaturpreis 2019 für seinen Roman ‚Unter der Drachenwand’,der aus der Reihe der zeitgeschichtlichen Panoramen zur NS-Epoche herausragt: als überaus genaue, differenzierte und anschauliche Vergegenwärtigung des Kriegsjahres 1944. Tief in der Provinz kommt ein an Leib und Seele versehrter junger Soldat aus Wien zum Bewusstsein seiner Verstrickung in die kollektive Schuld und erlebt, umgeben von einem Chor von Stimmen, der sich aus dem Fundus einer immensen Recherche erhebt,  eine Liebesgeschichte als Zuflucht vor der Zwingherrschaft des militärischen Systems, des alles beherrschenden Drachens.“

Arno Geiger wurde 1968 in Bregenz, Vorarlberg, Österreich, geboren. Er lebt seit 1993 als freier Schriftsteller in Wien. 1997 erschien sein Debütroman „Kleine Schule des Karussellfahrens“. Als Leitmotiv seines Kunst- und Lebensverständnisses formuliert Arno Geiger: „Kunst bewahrt den Menschen nicht vor dem Chaos, sondern vor der Ordnung. Kunst bewahrt das Individuum vor dem eindimensionalen Blick. Einzigartig ist der Mensch nicht auf einfache, sondern auf komplizierte Art.“

Den Förderpreis zum Bremer Literaturpreis 2019 erhält Heinz Helle für seinen im Suhrkamp Verlag erschienenen Roman „Die Überwindung der Schwerkraft“. Der Förderpreis wird seit 2005 von der ÖVB – Öffentliche Versicherung Bremen finanziert.

Heinz Helle, Foto: © Victor Ströver

Die Jury begründet die Vergabe:
„Der Förderpreis geht an Heinz Helle  für seinen Roman ‚Die Überwindung der Schwerkraft’.  In einer ebenso suggestiven wie präzisen Prosa erzählt Helle die Geschichte zweier ungleicher Brüder. Den Sog des Untergangs, in dem einer der beiden verschwindet, verwandelt Helles ausgreifende Sprachbewegung in ein zärtliches Erinnerungsbild.

Heinz Helle wurde 1978 in München geboren, studierte Philosophie in München und New York und ist Absolvent des Schweizerischen Literaturinstituts. Er lebt heute in Zürich. Sein Romandebüt „Der beruhigende Klang von explodierendem Kerosin“ wurde von der Kritik durchwegs positiv aufgenommen.

Die Jury zum Bremer Literaturpreis 2019 tagte mit den Mitgliedern:
Barbara Lison, Dr. Wiebke Porombka, Dr. Daniela Strigl, Richard Kämmerlings, Dr. Lothar Müller, Michael Sieber und Dr. Stefan Zweifel.

Foto der Jury zum Bremer Literaturpreis 2019

Die Jury zum Bremer Literaturpreis 2019: stehend: Dr. Wiebke Porombka, Dr. Lothar Müller, Barbara Lison und Dr. Stefan Zweifel; sitzend: Richard Kämmerlings, Dr. Daniela Strigl und Michael Sieber (v. l. n. r.).
Foto © Christopher Klerings

Preisverleihung:
Die Preise werden am 28. Januar 2019 im Bremer Rathaus verliehen. Am Vorabend der Preisverleihung findet eine moderierte Lesung der beiden Preisträger statt.

Im Umfeld der Preisverleihung findet die 43. Literarische Woche Bremen statt – in diesem Jahr mit dem Thema „Die digitale (R)evolution. Traum oder Albtraum?“.

 

Feierliche Verleihung des 60. Bremer Literaturpreises im Bremer Rathaus – Clemens Meyer und Roman Ehrlich ausgezeichnet

Bremen, 27. Januar 2014 Der Bremer Literaturpreis 2014 wurde am heutigen Montag im Rahmen eines Festaktes in der Oberen Rathaushalle an Clemens Meyer verliehen. Der Autor erhält die mit 20.000 Euro dotierte Auszeichnung für sein 2013 im S. Fischer Verlag erschienenes Buch »Im Stein «.
»Ein Roman, der uns in Abgründe und scheinbar fremde Unterwelten entführt und der uns dabei aber tatsächlich so nah an uns heranführt, dass man sich beinahe ein wenig geblendet fühlt.«beschrieb Dr. Wiebke Porombka, Mitglied der Jury des Bremer Literaturpreises, in ihrer Laudatio das preisgekrönte Werk.

Roman Ehrlich erhielt für seinen im vergangenen Jahr bei DuMont veröffentlichten Roman »Das kalte Jahr« den mit 6.000 Euro dotierten und von der ÖVB – Öffentliche Versicherung Bremen – finanzierten Förderpreis
»Die Winterreise des Wanderers führt in ein Zwischenreich, das an die Horrorerzählung ebenso grenzt wie an den Allerweltsalltag, den es der Kälte und Erstarrung aussetzt. Ein solches Zwischenreich mit den Mitteln und in den Bildern der Sprache, mit Worten also zu erobern, ist keine geringe Leistung.« waren die treffenden Worte des Juryvorsitzenden Dr. Lothar Müller in seiner Laudatio auf den Förderpreisträger.

Bürgermeister Böhrnsen betonte in seinem Grußwort die Unabhängigkeit der Kultur von politischer Einflussnahme. Mit Blick auf den heutigen Tag der Befreiung des Konzentrationslager Auschwitz 1945 sagte Bürgermeister Böhrnsen, dass es nicht lange her sei, dass in Deutschland die Kultur in den Dienst eines verbrecherischen Systems gezwungen worden sei. Gerade vor dem Hintergrund dieser Geschichte sei der öffentliche Diskurs wichtig. Bürgermeister Böhrnsen: »Wir wollen, dass Kunst und Kultur in unsere Stadt hineinwirken.«

Die Preise überreichte der Vorsitzende der Rudolf-Alexander-Schröder-Stiftung, Staatssekretär a.D. Michael Sieber. Die Veranstaltung wurde musikalisch umrahmt von Emil Hess (Saxophone). Der musikalische Beitrag wurde mit freundlicher Unterstützung von jazzahead! ermöglicht.

Clemens Meyergeboren 1977 in Halle/Saale, lebt in Leipzig. Nach dem Abitur arbeitete er als Bauhelfer, Möbelträger und Wachmann. Von 1998 bis 2003 studierte er am Deutschen Literaturinstitut Leipzig. 2006 erschien sein Debütroman »Als wir träumten«. Für sein Werk wurde Clemens Meyer mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, darunter 2008 mit dem Preis der Leipziger Buchmesse für »Die Nacht, Die Lichter. Stories«

Roman Ehrlich, geboren 1983 in Aichach, aufgewachsen in Neuburg an der Donau, studierte am Deutschen Literaturinstitut Leipzig und an der Freien Universität Berlin. Er war Stipendiat der Werkstatttage des Wiener Burgtheaters, nominiert für den open mike und Teilnehmer der Autorenwerkstatt Prosa am LCB. »Das kalte Jahr« ist sein erster Roman. Roman Ehrlich lebt in Berlin.

Feierliche Verleihung des 61. Bremer Literaturpreises im Bremer Rathaus – Marcel Beyer und Nadja Küchenmeister ausgezeichnet

Vor der Preisverleihung: Michael Sieber , Marcel Beyer, Nadja Küchenmeister und Bürgermeister Jens Böhrnsen im Bremer Rathaus. Foto: Victor Ströver

Vor der Preisverleihung: Michael Sieber , Marcel Beyer, Nadja Küchenmeister und Bürgermeister Jens Böhrnsen im Bremer Rathaus.
Foto: Victor Ströver

Bremen, 26. Januar 2015 Der Bremer Literaturpreis 2015 wurde am heutigen Montag im Rahmen eines Festaktes in der Oberen Rathaushalle an Marcel Beyer verliehen. Der Autor erhält die mit 20.000 Euro dotierte Auszeichnung für seinen 2014 im Suhrkamp Verlag erschienenen Gedichtband »Graphit«.
»Es ist ein reiches Buch, reich an Geschichten und Geschichte, das Buch eines Autors, der es liebt, quer über Wortfelder zu gehen, übersehene Furchen in Wortfeldern zu entdecken, sie neu zu bestellen mit seinem Schreiben, das Egge und Pflug zugleich ist« beschrieb Dr. Lothar Müller, Vorsitzender der Jury des Bremer Literaturpreises, in seiner Laudatio das preisgekrönte Werk.

Nadja Küchenmeister erhielt für ihren im vergangenen Jahr bei Schöffling & Co veröffentlichten Gedichtband »Unter dem Wacholder « den mit 6.000 Euro dotierten und von der ÖVB – Öffentliche Versicherung Bremen – finanzierten Förderpreis

Michael Sieber übergibt den Bremer Literaturpreis 2015 an Marcel Beyer. Foto: Victor Ströver

Michael Sieber übergibt den Bremer Literaturpreis 2015 an Marcel Beyer.
Foto: Victor Ströver

»Nicht allein für die traumwandlerisch genauen Bilder, mit der Daseinsnot und Alltagsglück greifbar werden; auch nicht nur für die subtilen Erkundungen in den Bezirken der Träume oder in den Sphären der Vergänglichkeit, aber für das suggestive Nebeneinander von solchen Bildern, poetischer Sprache, existenzieller Hellhörigkeit und zeitdiagnostischer Schärfe erhält Nadja Küchenmeister den Förderpreis des Bremer Literaturpreises«erklärte Jurymitglied Roman Bucheli in seiner Laudatio auf die Förderpreisträgerin.

Bürgermeister Jens Böhrnsen betonte in seiner Rede, dass zum ersten Mal zwei Lyrikbände mit dem Bremer Literaturpreis ausgezeichnet worden seien. Er hob hervor, dass ihn an der Gattung Lyrik ihre Genauigkeit und Präzision beeindrucke. Sie schule den Blick für das Wesentliche und fordere zu einem ernsthaften und freudvollen Lesen auf, das sich dem Strudel der Info-Häppchen widersetze.

Michael Sieber zeichnet Nadjy Küchenmeister mit dem Förderpreis des Bremer Literaturpreises 2015 aus. Foto: Victor Ströver

Michael Sieber zeichnet Nadja Küchenmeister mit dem Förderpreis des Bremer Literaturpreises 2015 aus.
Foto: Victor Ströver

Die Preise überreichte der Vorsitzende der Rudolf-Alexander-Schröder-Stiftung, Staatssekretär a.D. Michael Sieber. Die Veranstaltung wurde musikalisch umrahmt vom Duo Flament / Janinent (Vibraphon, Violine). Der musikalische Beitrag wurde mit freundlicher Unterstützung von jazzahead! ermöglicht.

Marcel Beyer, geboren am 1965 in Tailfingen/Württemberg, wuchs in Kiel und Neuss auf. Er studierte Germanistik, Anglistik und Literaturwissenschaft an der Universität Siegen; 1992 Magister artium mit einer Arbeit über Friederike Mayröcker. Ab 1989 gab er an der Universität Siegen gemeinsam mit Karl Riha die Reihe Vergessene Autoren der Moderne heraus. Von 1990 bis 1993 arbeitete er als Lektor an der Literaturzeitschrift Konzepte mit; von 1992 bis 1998 veröffentlichte er in der Musikzeitschrift Spex. 1991 erschien Beyers erster Roman »Das Menschenfleisch«. 1996 und 1998 war er Writer in residence am University College London und an der University of Warwick in Coventry. Marcel Beyer lebt seit 1996 in Dresden.

Nadja Küchenmeister, geboren 1981 in Berlin, lebt dort als freie Schriftstellerin. Sie studierte Germanistik und Soziologie in Berlin sowie am Deutschen Literaturinstitut in Leipzig. Für ihren vielbeachteten Debütband »Alle Lichter« erhielt sie zahlreiche Auszeichnungen, u.a. den Stahl-Literaturpreis und den Ulla-Hahn-Autorenpreis.

Pressematerialien 2015

Pressemitteilung: Feierliche Verleihung des 61. Bremer Literaturpreises im Bremer Rathaus [MS-Word-Datei, 52 kB]

Laudatio auf Marcel Beyer [PDF-Datei, 164 kB]

Dankrede von Marcel Beyer [PDF-Datei, 109 kB]

Laudatio auf Nadja Küchenmeister [PDF-Datei, 167 kB]

Dankrede von Nadja Küchenmeister [PDF-Datei, 163 kB]

Foto Preisverleihung 2015 © Victor Ströver

Das Foto ist für die Berichterstattung vom Bremer Literaturpreis 2015 bei Namensnennung des Fotografen nicht honorarpflichtig.

Pressemeldung: Marcel Beyer erhält Bremer Literaturpreis 2015 / Förderpreis für Nadja Küchenmeister [MS-Word-Datei, 35 kB]