Festakt zur Verleihung des 67. Bremer Literaturpreises 2021 am 18. Januar 2021 im Bremer Rathaus wird verschoben!

Presseinformation der Rudolf-Alexander-Schröder-Stiftung

Bremen, 12. Januar 2021

Der Bremer Senat und die Rudolf-Alexander-Schröder-Stiftung haben beschlossen, dass die für den 18.01.2021 geplante Verleihung des Hauptpreises an Marion Poschmann und des Förderpreises an Jana Volkmann verschoben wird. Ein angemessener Festakt in der historischen Atmosphäre der Oberen Rathaushalle, der allen Bremer Bürger*innen offensteht, die Preisträgerinnen adäquat ehrt und das hohe Ansehen des Bremer Literaturpreises repräsentiert, ist in Zeiten der aktuellen Corona-Pandemie nicht möglich.

Die Preisverleihung wird auf einen Termin verschoben, zu dem eine feierliche Veranstaltung wieder durchführbar ist. Die Öffentlichkeit wird darüber zeitnah informiert.

 

Der 67. Bremer Literaturpreis 2021 geht an Marion Poschmann, der Förderpreis geht an Jana Volkmann

Bremen, 14. November 2020

Marion Poschmann erhält den mit 25.000 € dotierten Bremer Literaturpreis 2021 für ihren im Suhrkamp Verlag erschienenen Gedichtband Nimbus.

Marion Poschmann © Heike Steinweg

Die Jurybegründung lautet:
„Der Gedichtband Nimbus überführt mit großem Formbewusstsein die Tradition der Naturlyrik in das Zeitalter von Klimawandel und Artensterben. Ihre Gedichte fügen Kindheitserinnerungen, präzise Gegenwartsbeobachtung und historische Wissensspeicher zu Naturbildern zusammen, die durch ihren Reichtum an Details bestechen.“

Marion Poschmann, 1969 in Essen geboren, studierte Germanistik und Slawistik in Bonn und Berlin. An der Berliner Hochschule der Künste studierte sie Szenisches Schreiben. Heute lebt Marion Poschmann in Berlin. 2018 wurde sie ausgezeichnet mit dem Klopstock- Preis für ihren Roman Die Kieferninseln (2017), der auch auf den Shortlists sowohl für den Deutschen Buchpreis 2017 als auch in der englischen Fassung (The Pine Islands) für den Man Booker Prize 2019 stand.

Der Förderpreis zum Bremer Literaturpreis ist mit 6.000 € dotiert. Im Jahr 2021 wird er der Autorin Jana Volkmann für ihren im Verbrecher Verlag erschienenen Roman Auwald verliehen. Der Förderpreis wird seit 2005 von der ÖVB – Öffentliche Versicherungen Bremen – finanziert

Jana Volkmann © Manfred Poor

Die Jury begründet die Vergabe:
„Der Roman Auwald demonstriert ihr beeindruckendes Talent für eine dichte Wahrnehmungsprosa und sie verwandelt auf originelle Weise ein Katastrophengeschehen in die Möglichkeit, sich einer privaten Krise zu stellen.“

Jana Volkmann, geboren 1983 in Kassel, studierte in Berlin Europäische Literaturen und arbeitet derzeit an einer Dissertation über Hotels in der Gegenwartsliteratur. Sie lebt als freie Autorin und Journalistin in Wien.

Die Jury zum Bremer Literaturpreis 2021 tagte unter dem Vorsitz von Dr. Lothar Müller (Süddeutsche Zeitung) mit den Mitgliedern:
Richard Kämmerlings (Die Welt), Barbara Lison (Stiftung Bremer Literaturpreis), Dr. Wiebke Porombka (Deutschlandradio Kultur), Michael Sieber (Stiftung Bremer Literaturpreis), Tonio Schachinger (Förderpreisträger 2020, Österreich), Dr. Daniela Strigl (Österreich), Dr. Stefan Zweifel (Schweiz).

Preisverleihung:
Es ist vorgesehen, die Preise am 18. Januar 2021, um 12.00 Uhr im Bremer Rathaus zu verleihen. Am Vorabend der Preisverleihung soll eine moderierte Lesung der beiden Preisträger um 18.00 Uhr in der Glocke stattfinden.

Der Bremer Literaturpreis ist einer der ältesten und bedeutendsten Literaturpreise der Bundesrepublik.     Er wurde erstmals 1954 vergeben. Zusätzlich wird ab 1977 ein Förderpreis verliehen, der seit 2005 von    der ÖVB – Öffentliche Versicherungen Bremen – finanziert wird.

 

Absage der Literarischen Woche Bremen 2021

Presseinformation der Rudolf-Alexander-Schröder-Stiftung

Bremen, 8. Oktober 2020

Die gesamtgesellschaftlichen Auswirkungen der Corona-Pandemie und die voraussichtliche Perspektive für die nächsten Monate haben zur Absage auch kultureller Veranstaltungen geführt. Auch der Vorstand der Rudolf-Alexander-Schröder-Stiftung hat keine optimistische Prognose über die Möglichkeit der Durchführung der Literarischen Woche Bremen 2021. Deshalb gibt die Rudolf- Alexander Schröder-Stiftung bekannt, dass im Jahr 2021 keine Literarische Woche mit ihren vielen unterschiedlichen Veranstaltungsformen stattfinden wird. Der Vorstand plant weiterhin die feierliche Verleihung des Bremer Literaturpreises am 18. Januar 2021 in der Oberen Rathaushalle und die Preisträgerlesung am 17. Januar 2021 in der Glocke. Natürlich wird die Durchführung auch dieser Veranstaltungen von den dann aktuellen Gegebenheiten abhängen.

 

Pressematerialien 2020

Pressemitteilung: Feierliche Verleihung des 66. Bremer Literaturpreises im Bremer Rathaus [PDF-Datei]

Laudatio auf Barbara Honigmann [PDF-Datei]

Dankrede von Barbara Honigmann [PDF-Datei]

Laudatio auf Tonio Schachinger [PDF-Datei]

Dankrede von Tonio Schachinger [PDF-Datei]

Foto: Vor der Preisverleihung im Bremer Rathaus: Tonio Schachinger (Förderpreisträger des Bremer Literaturpreises 2020), Bürgermeister Dr. Andreas Bovenschulte (Senator für Kultur), Barbara Honigmann (Preisträgerin des Bremer Literaturpreises 2020), Michael Sieber (Vorsitzender der Rudolf-Alexander-Schröder Stiftung), Barbara Lison (Geschäftsführerin der Rudolf-Alexander-Schröder-Stiftung). Foto: © Victor Ströver, nordsign, Bremen [jpg-Datei, 2500 × 1667 px, 23MB]

Das Foto ist für die Berichterstattung vom Bremer Literaturpreis 2020 bei Namensnennung des Fotografen nicht honorarpflichtig.

 

Feierliche Verleihung des 66. Bremer Literaturpreises im Bremer Rathaus – Barbara Honigmann und Tonio Schachinger ausgezeichnet

Bremen, 20. Januar 2020

Der Bremer Literaturpreis 2020 wurde am heutigen Montag im Rahmen eines Festaktes in der Oberen Rathaushalle an Barbara Honigmann verliehen. Die Autorin erhält die mit 25.000 Euro dotierte Auszeichnung für ihren 2019 im Hanser Verlag erschienenen Roman »Georg«. Jurymitglied Dr. Lothar Müller hob in seiner Laudatio an Honigmanns Roman besonders als positiv hervor, dass es kein Fazit, kein abschließendes Urteil der Tochter über das Leben ihres Vaters gibt. Stattdessen, so Müller, gibt es eine „Leerstelle“ der nicht geschriebenen Lebenserinnerungen ihres Vaters: „Es gilt manchen Lesern als Ärgernis, wenn eine Figur nicht auserzählt ist. Barbara Honigmann aber ist für die große Kunst zu loben, mit der sie in „Georg“ von ihrem Vater erzählt, ohne ihn auszuerzählen.“

Vor der Preisverleihung im Bremer Rathaus: Tonio Schachinger (Förderpreisträger des Bremer Literaturpreises 2020), Bürgermeister Dr. Andreas Bovenschulte (Senator für Kultur), Barbara Honigmann (Preisträgerin des Bremer Literaturpreises 2020), Michael Sieber (Vorsitzender der Rudolf-Alexander-Schröder Stiftung), Barbara Lison (Geschäftsführerin der Rudolf-Alexander-Schröder-Stiftung). Foto: © Victor Ströver, nordsign, Bremen

Den von der ÖVB – Öffentliche Versicherung Bremen – finanzierten Förderpreis in Höhe von 6.000 Euro erhielt Tonio Schachinger für seinen im Kremayr & Scheriau erschienenen Roman »Nicht wie ihr«.

Dr. Daniela Strigl, Jurymitglied des Bremer Literaturpreises, stellte gleich zu Beginn ihrer Laudatio für den Förderpreisträger fest: „Tonio Schachinger zu loben ist sehr schwer und sehr leicht. Sehr leicht, weil man aus seinem Debüt nur recht ausgiebig zitieren muss, damit es klug wird und lustig. Sehr schwer aus demselben Grund. Es ist dem Buch nichts hinzuzufügen. Die Latte liegt hoch und sie ist bereits erreicht.“

Bremens Bürgermeister, Kultursenator Dr. Andreas Bovenschulte, gratulierte Barbara Honigmann und Tonio Schachinger zu ihren Auszeichnungen. In seiner Rede würdigte er die Fantasie und Fabulierlust, die Neugier und das Erkenntnisinteresse als Antrieb großer Literatur. „Es ist die Empathie der Schriftstellerinnen und Schriftsteller, die uns anspricht, uns mitfühlen lässt, eine zutiefst menschliche Qualität, die die Verbindung zwischen Autor, Text und dem Leser und der Leserin herstellt. Im Buch spricht der Mensch zum Menschen, erst dieser Dialog macht das Werk lebendig“, sagte der Kultursenator, der sich bei der Rudolf-Alexander-Schröder-Stiftung und der Stadtbibliothek Bremen für die Vergabe des Literaturpreises und die Ausrichtung der Literarischen Woche bedankte.

Die Preise überreichte der Vorsitzende der Rudolf-Alexander-Schröder-Stiftung, Staatssekretär a.D. Michael Sieber. Die Veranstaltung wurde musikalisch umrahmt von Miles Perkin (Gesang & Bass). Der musikalische Beitrag wurde mit freundlicher Unterstützung der jazzahead! ermöglicht – jazzahead.de/de/

Barbara Honigmann wurde 1949 in Ost-Berlin geboren und lebt seit 1984 in Straßburg. Von 1967 bis 1972 studierte sie an der Humboldt-Universität Theaterwissenschaft. Honigmann arbeitete als Dramaturgin und Regisseurin. Seit 1975 ist sie freie Schriftstellerin. 1986 erschien ihr Debüt „Roman von einem Kinde“. Barbara Honigmann gilt als Dichterin des Autobiografischen und bekennt sich dazu:„Schreiben heißt ja wiederfinden. Die verlorene Zeit zum Beispiel oder sich selbst“.

Tonio Schachinger wurde 1992 in New Delhi geboren. Er wuchs in Nicaragua und Wien auf. Schachinger studierte Germanistik und Sprachkunst in Wien. „Nicht wie ihr“ ist sein Romandebüt.

 

 

Der Bremer Literaturpreis 2020 geht an Barbara Honigmann / Förderpreis für Tonio Schachinger

Bremen, 16. November 2019

Barbara Honigmann erhält den mit 25.000 Euro dotierten Bremer Literaturpreis 2020 für ihren im Hanser Verlag erschienenen Roman „Georg“.

Barbara Honigmann © Peter-Andreas Hassiepen

Barbara Honigmann © Peter-Andreas Hassiepen

Die Jury begründet die Vergabe:
„Das in poetischer Prosa gezeichnete Porträt eines Bonvivant, Kommunisten und deutschen Juden vergegenwärtigt die Geschichte des zwanzigsten Jahrhunderts, indem es in die Abgründe dieser Figur blickt. Es verbindet die Genauigkeit des Nahblicks auf die charakteristischen Details der Person mit hellwacher Aufmerksamkeit auf die bedrängenden Zeitumstände und deren Biografie.“

Barbara Honigmann wurde 1949 in Ost-Berlin geboren und lebt seit 1984 in Straßburg. Von 1967 bis 1972 studierte sie an der Humboldt-Universität Theaterwissenschaft. Honigmann arbeitete als Dramaturgin und Regisseurin.  Seit 1975 ist sie freie Schriftstellerin. 1986 erschien ihr Debüt „Roman von einem Kinde“. Barbara Honigmann gilt als Dichterin des Autobiografischen und bekennt sich dazu: „Schreiben heißt ja wiederfinden. Die verlorene Zeit zum Beispiel oder sich selbst“.

Den Förderpreis zum Bremer Literaturpreis 2020 erhält Tonio Schachinger für seinen im Kremayr & Scheriau Verlag erschienenen Roman „Nicht wie ihr“. Der Förderpreis in Höhe von 6.000 Euro wird seit 2005 von der ÖVB – Öffentliche Versicherung Bremen finanziert.

Tonio Schachinger © Detailsinn

Tonio Schachinger © Detailsinn

Die Jury begründet die Vergabe:
„Der Roman „Nicht wie ihr“ ist  viel mehr als ein milieugetreues Fußballbuch: Mit seinem Helden Ivo Trifunovic zeichnet der Autor das Bild eines Profikickers aus Wien, der mit Witz und kontrollierter Wut auf Zumutungen des Business, ethnische Vorurteile und eine vorgestanzte Sprache reagiert, ein Macho, haarsträubend und beinahe liebenswert.“

Tonio Schachinger wurde 1992 in New Delhi geboren. Er wuchs in Nicaragua und Wien auf. Schachinger studierte Germanistik und Sprachkunst in Wien. „Nicht wie ihr“ ist sein Romandebüt.

Die Jury zum Bremer Literaturpreis 2020 tagte unter dem Vorsitz von Dr. Lothar Müller (Süddeutsche Zeitung) mit den Mitgliedern:
Richard Kämmerlings (Die Welt), Barbara Lison (Stiftung Bremer Literaturpreis), Dr. Wiebke Porombka (Deutschlandradio Kultur), Michael Sieber (Stiftung Bremer Literaturpreis) Dr. Daniela Strigl (Österreich), Dr. Stefan Zweifel (Schweiz).

Preisverleihung:
Die Preise werden am 20. Januar 2020 um 12.00 Uhr im Bremer Rathaus verliehen. Am Vorabend der Preisverleihung findet eine moderierte Lesung der beiden Preisträger um 18.00 Uhr in der Glocke  statt.

Im Umfeld der Preisverleihung findet die 44. Literarische Woche Bremen statt. In diesem Jahr mit dem Thema „Liebe in unübersichtlichen Zeiten. Lebens- und Liebesstile im Sog der Veränderung“.

 

Lesung des Preisträgers des Bremer Literaturpreises 2019 Arno Geiger in der Vertretung der Freien Hansestadt Bremen bei der EU in Brüssel

Nach der Lesung in Brüssel: Der Preisträger Arno Geiger (3.v.l.), Staatsrätin für Wirtschaft, Arbeit und Europa Susanne Ahlers (4.v.l.), Barbara Lison (Geschäftsführerin der Rudolf-Alexander-Schröder Stiftung; 5.v.l.) und Andreas Platthaus, der das Gespräch mit Arno Geiger führte (6.v.l.)

Nach der Lesung in Brüssel: Der Preisträger Arno Geiger (3.v.l.), Staatsrätin für Wirtschaft, Arbeit und Europa Susanne Ahlers (4.v.l.), Barbara Lison (Geschäftsführerin der Rudolf-Alexander-Schröder Stiftung; 5.v.l.) und Andreas Platthaus, der das Gespräch mit Arno Geiger führte (6.v.l.)

Brüssel, 13. November 2019

Am 13. November 2019 las der österreichische Autor Arno Geiger – der Bremer Literaturpreisträger 2019 – in der Vertretung der Freien Hansestadt Bremen bei der EU in Brüssel aus seinem prämierten Roman „Unter der Drachenwand“. Die zahlreichen Gäste, die Rudolf-Alexander-Schröder-Stiftung und das Goethe-Institut Brüssel freuten sich über einen sehr gelungenen Abend.

 

 

 

 

Pressematerialien 2019

Pressemitteilung: Feierliche Verleihung des 65. Bremer Literaturpreises im Bremer Rathaus [MS-Word-Datei]

Laudatio auf Arno Geiger [PDF-Datei]

Dankrede von Arno Geiger [PDF-Datei]

Laudatio auf Heinz Helle [PDF-Datei]

Dankrede von Heinz Helle [PDF-Datei]

Foto: Vor der Preisverleihung: Michael Sieber (Vorsitzender der Rudolf-Alexander-Schröder Stiftung),  Heinz Helle (Förderpreisträger des Bremer Literaturpreises 2019), Arno Geiger (Preisträger des Bremer Literaturpreises 201)), Bürgermeister Dr. Carsten Sieling (Senator für Kultur). Foto: © Victor Ströver, nordsign, Bremen  [jpg-Datei, 2099 × 1399 px, 2MB]

Das Foto ist für die Berichterstattung vom Bremer Literaturpreis 2019 bei Namensnennung des Fotografen nicht honorarpflichtig.

 

Feierliche Verleihung des 65. Bremer Literaturpreises im Bremer Rathaus

Bremen, 28. Januar 2019

Der Bremer Literaturpreis 2019 wurde am heutigen Montag (28. Januar 2019) im Rahmen eines Festaktes in der Oberen Rathaushalle an Arno Geiger verliehen. Der Autor erhält die mit 25.000 Euro dotierte Auszeichnung für seinen 2018 im Hanser Verlag erschienenen Roman „Unter der Drachenwand“. Jurymitglied Dr. Daniela Strigl bewunderte in ihrer Laudatio an Geigers Roman „die Kunst der Komposition und Ökonomie, Geigers Versenkung in seine Figuren, sein sensibles Ohr für den ‚richtigen‘ Klang der einzelnen, für das Bröckeln einer unter dem Druck der Propaganda hohl gewordenen Sprache“.

Vor der Preisverleihung: Michael Sieber (Vorsitzender der Rudolf-Alexander-Schröder Stiftung), Heinz Helle (Förderpreisträger des Bremer Literaturpreises 2019), Arno Geiger (Preisträger des Bremer Literaturpreises 201)), Bürgermeister Dr. Carsten Sieling (Senator für Kultur). Foto: © Victor Ströver, nordsign, Bremen

Den von der ÖVB – Öffentliche Versicherung Bremen – finanzierten Förderpreis in Höhe von 6.000 Euro erhielt Heinz Helle für seinen im Suhrkamp erschienenen Roman „Die Überwindung der Schwerkraft“. Dr. Wiebke Porombka, Jurymitglied des Bremer Literaturpreises, sagte in ihrer Laudatio für den Förderpreisträger: „Auch wenn die Sätze kaum enden wollen, Heinz Helles Sprache ist das Gegenteil eines Verirrens. Ihr sanfter Rhythmus entsteht durch die Gleichzeitigkeit von Zögern und Präzision.“

Der Kultursenator, Bürgermeister Dr. Carsten Sieling, betonte in seinem Grußwort zur Verleihung des Bremer Literaturpreises, dass „Lesen weitaus mehr ist als eine Kulturtechnik, die uns zur Bewältigung des Alltags befähigt. Lesen können ist die Voraussetzung zum Wissenserwerb und zur Kommunikation. Die Lektüre von Literatur ermöglicht uns die Entdeckung anderer Lebensentwürfe und interessanter Schicksale. Bücher vermitteln uns Einsichten, die uns sonst verborgen bleiben würden“.

Die Preise überreichte der Vorsitzende der Rudolf-Alexander-Schröder-Stiftung, Staatssekretär a.D. Michael Sieber. Die Veranstaltung wurde musikalisch umrahmt von Håkon Kornstad (u.a. Saxophon). Der musikalische Beitrag wurde mit freundlicher Unterstützung der jazzahead! ermöglicht – jazzahead.de/de/

Arno Geiger wurde 1968 in Bregenz, Österreich, geboren. Er lebt seit 1993 als freier Schriftsteller in Wien. 1997 erschien sein Debütroman „Kleine Schule des Karussellfahrens“. Als Leitmotiv seines Kunst- und Lebensverständnisses formuliert Arno Geiger: „Kunst bewahrt den Menschen nicht vor dem Chaos, sondern vor der Ordnung. Kunst bewahrt das Individuum vor dem eindimensionalen Blick. Einzigartig ist der Mensch nicht auf einfache, sondern auf komplizierte Art.“

Heinz Helle, geboren 1978 in München, studierte Philosophie in München und New York und ist Absolvent des Schweizerischen Literaturinstituts. Er lebt heute in Zürich. Sein Romandebüt „Der beruhigende Klang von explodierendem Kerosin“ wurde von der Kritik durchweg positiv aufgenommen.

 

 

Der Bremer Literaturpreis 2019 geht an Arno Geiger / Förderpreis für Heinz Helle

Bremen, 17. November 2018

Arno Geiger erhält den mit 25.000 Euro dotierten Bremer Literaturpreis 2019 für seinen im Hanser Literaturverlag erschienenen Roman „Unter der Drachenwand“.

Arno Geiger, Foto: © Victor Ströver

Die Jury begründet die Vergabe:
„Arno Geiger erhält den Bremer Literaturpreis 2019 für seinen Roman ‚Unter der Drachenwand’,der aus der Reihe der zeitgeschichtlichen Panoramen zur NS-Epoche herausragt: als überaus genaue, differenzierte und anschauliche Vergegenwärtigung des Kriegsjahres 1944. Tief in der Provinz kommt ein an Leib und Seele versehrter junger Soldat aus Wien zum Bewusstsein seiner Verstrickung in die kollektive Schuld und erlebt, umgeben von einem Chor von Stimmen, der sich aus dem Fundus einer immensen Recherche erhebt,  eine Liebesgeschichte als Zuflucht vor der Zwingherrschaft des militärischen Systems, des alles beherrschenden Drachens.“

Arno Geiger wurde 1968 in Bregenz, Vorarlberg, Österreich, geboren. Er lebt seit 1993 als freier Schriftsteller in Wien. 1997 erschien sein Debütroman „Kleine Schule des Karussellfahrens“. Als Leitmotiv seines Kunst- und Lebensverständnisses formuliert Arno Geiger: „Kunst bewahrt den Menschen nicht vor dem Chaos, sondern vor der Ordnung. Kunst bewahrt das Individuum vor dem eindimensionalen Blick. Einzigartig ist der Mensch nicht auf einfache, sondern auf komplizierte Art.“

Den Förderpreis zum Bremer Literaturpreis 2019 erhält Heinz Helle für seinen im Suhrkamp Verlag erschienenen Roman „Die Überwindung der Schwerkraft“. Der Förderpreis wird seit 2005 von der ÖVB – Öffentliche Versicherung Bremen finanziert.

Heinz Helle, Foto: © Victor Ströver

Die Jury begründet die Vergabe:
„Der Förderpreis geht an Heinz Helle  für seinen Roman ‚Die Überwindung der Schwerkraft’.  In einer ebenso suggestiven wie präzisen Prosa erzählt Helle die Geschichte zweier ungleicher Brüder. Den Sog des Untergangs, in dem einer der beiden verschwindet, verwandelt Helles ausgreifende Sprachbewegung in ein zärtliches Erinnerungsbild.

Heinz Helle wurde 1978 in München geboren, studierte Philosophie in München und New York und ist Absolvent des Schweizerischen Literaturinstituts. Er lebt heute in Zürich. Sein Romandebüt „Der beruhigende Klang von explodierendem Kerosin“ wurde von der Kritik durchwegs positiv aufgenommen.

Die Jury zum Bremer Literaturpreis 2019 tagte mit den Mitgliedern:
Barbara Lison, Dr. Wiebke Porombka, Dr. Daniela Strigl, Richard Kämmerlings, Dr. Lothar Müller, Michael Sieber und Dr. Stefan Zweifel.

Foto der Jury zum Bremer Literaturpreis 2019

Die Jury zum Bremer Literaturpreis 2019: stehend: Dr. Wiebke Porombka, Dr. Lothar Müller, Barbara Lison und Dr. Stefan Zweifel; sitzend: Richard Kämmerlings, Dr. Daniela Strigl und Michael Sieber (v. l. n. r.).
Foto © Christopher Klerings

Preisverleihung:
Die Preise werden am 28. Januar 2019 im Bremer Rathaus verliehen. Am Vorabend der Preisverleihung findet eine moderierte Lesung der beiden Preisträger statt.

Im Umfeld der Preisverleihung findet die 43. Literarische Woche Bremen statt – in diesem Jahr mit dem Thema „Die digitale (R)evolution. Traum oder Albtraum?“.